Durchflussmessung von heißem Pech bei der Destillation von Steinkohlenteer

Durchflussmessung von heißem Pech bei der Destillation von Steinkohlenteer

In einer deutschen Steinkohlenteerraffinerie wird der angelieferte Rohstoff durch Destillation zu technischen Ölen und zu Aromaten verarbeitet, die wertvolle Grundstoffe für die Farbstoff- und die pharmazeutische Industrie
darstellen. Den mengenmäßig größten Anteil der Ausbeute macht jedoch das Produkt Pech aus, das als Elektrodenbinder in der Aluminiumindustrie Verwendung findet.

Die Teerdestillation in der hier beschriebenen Anlage war bei ihrer Inbetriebnahme Mitte der 50er Jahre die erste Anlage zur kontinuierlichen Destillation von Steinkohlenteer der Welt.
Kontinuierliche Verfahren erfordern kontinuierliche Messungen.
Aufgrund der Prozessbedingungen und der Medieneigenschaften ist die Durchflussmessung von Pechen schwierig:
Messblenden verlieren durch den hohen Feststoffanteil im Pech sehr schnell ihre Kantenschärfe und damit ihre Messgenauigkeit, Wirkdruckleitungen setzen sich durch Ablagerungen schnell zu. Auch Coriolis und Vortex-Durchflussmesser erzielen aufgrund der thermischen Belastungen keine befriedigenden Standzeiten.

Als überlegene Lösung hat sich die eingriffsfreie Durchflussmessung im Ultraschall-Clamp-On-Verfahren erwiesen. Mit dem patentierten WaveInjector von FLEXIM ist die eingriffsfreie Messung bis zu Temperaturen von 600°C möglich. Die auf dem WaveInjector montierten Ultraschallsensoren sind keinem Verschleiß durch das Medium ausgesetzt.
Da die ins Rohr eingestrahlten Schallwellen dem strömenden Medium trägheitslos folgen, besitzt das Messverfahren eine sehr hohe Messdynamik. Aufgrund der überzeugenden Erfahrungen in der Teerdestillation werden nun im gesamten Werk immer mehr benetzte Messeinrichtungen durch eingriffsfreie Ultraschallmesssysteme FLUXUS ersetzt.

Vorteile

  • Genaue, zuverlässige und betriebssichere als auch wartungsarme Durchflussmessung
  • Kein Verschleiß durch das abrasive Pech
  • Beständig gegenüber Temperaturschocks
  • Keine Rohrleitungsverengungen, keine bewegten Teile, kein Druckverlust
  • Kein Leckagerisiko des leicht entzündlichen und umweltgefährdenden Mediums
  • Einfache Anbringung und Inbetriebnahme des eingriffsfreien Messsystems ohne Rohrarbeiten und Produktionsunterbrechung

Zugehörige Geräte