Durchflussmessung zur Mengenregelung der Erdgastransportverdichter

Bedingt durch die Reibung der Gasmoleküle untereinander und an der Rohrwand nimmt der Druck des Erdgases beim Transport vom Fördergebiet zu den Verbrauchern allmählich ab. Daher sind entlang einer Ferngastransportleitung etwa alle 100 bis 200 Kilometer Kompressoranlagen installiert, in denen das transportierte Gas verdichtet werden kann.

Im Leitungssystem eines der größten Netzbertreiber in Europa gewährleisten 29 Verdichterstationen mit insgesamt 105 Verdichtereinheiten die Aufrechterhaltung des nötigen Transportdrucks. Ihre Betriebsführung wird vom zentralen Dispatching am Unternehmenssitz in Essen geleitet. Hier fließen alle Informationen über:

- die momentane Netzauslastung,
- die Einspeisung von Erdgas über die verschiedenen Netzübergangsstationen sowie
- die Ausspeisung an nachgelagerte Transportnetze, regionale Verteilnetze und unmittelbare Großverbraucher zusammen.

Auf der Basis der aktuellen Netzdaten gibt der Dispatcher den jeweiligen Verdichterstationen Werte für die zu verdichtenden Gasmengen vor.

Diese Mengen müssen daher durch eine Durchflussmesseinrichtung gemessen werden. Zu diesem Zweck waren bislang auf der Saugseite der Verdichteranlage Einstecklanzen mit Flügelrädern installiert. Diese mechanische Messeinrichtung war, zumal die Messstelle sich vor dem Eingangsfilter befindet, einem mechanischen Verschleiß ausgesetzt.

Die eingriffsfreie Durchflussmessung mit Clamp-On-Ultraschalltechnik kennt solche Schwierigkeiten nicht und bewährt sich daher als überlegene Alternative. Da die Ultraschallsensoren einfach auf der Außenseite der Rohrleitung angebracht werden, sind sie keinerlei mechanischem Verschleiß ausgesetzt. Die Einrichtung der Messstelle erfordert keine Rohrarbeiten und erfolgt üblicherweise bei laufendem Betrieb, ohne jedes Leckagerisiko. Darüber hinaus überzeugt das trägheitslos funktionierende Verfahren durch seine außerordentliche Messdynamik: Im Gegensatz zum mechanischen Flügelradzähler erfordert die Ultraschalldurchflussmessung keinerlei Mindestanströmung.

Vorteile

  • Eingriffsfreie Messung ohne Verschleiß
  • Kein Druckverlust, dadurch keine Verminderung der Kompressoreffizienz
  • Außerordentliche Messdynamik
  • Keine Mehrkosten durch hohe Druckstufe, keine Werkstoffnachweise erforderlich
  • Jederzeit volle Anlagenverfügbarkeit; keine Rohrarbeiten und keine Betriebsunterbrechung für Installation und ggf. Wartung der Messeinrichtung, keinerlei Leckagerisiko

Zugehörige Geräte