Eingriffsfreie Durchflussmessungen im Fernwärmenetz

Das Heizkraftwerk Moabit ist das älteste in Betrieb befindliche Kraftwerk Berlins. Im Oktober 1900 ging es als Hochspannungs-Centrale Moabit ans Netz und versorgt seitdem die Verbraucher im Norden der deutschen Hauptstadt mit Elektrizität sowie seit 1943 auch mit Wärme.

Der derzeitige Kraftwerksbetreiber baut das Berliner Fernwärmenetz kontinuierlich aus und verstärkt seine Leistungsfähigkeit. In diesem Rahmen hat das Unternehmen 2011/12 eine Netzverstärkung der Fernwärmetrasse in den Moabiter Norden geschaffen, die es aktuell dort rund 5500 weitere Haushalten ermöglicht, Fernwärme aus dem Heizkraftwerk Moabit zu erhalten. Die neue Trasse besteht statt wie bisher aus drei jetzt aus fünf Leitungen: zwei Heißwasserleitungen, zwei Rücklaufleitungen und einer Leitung für Klimatisierung und Lüftung. Darüber hinaus wurde die Pumpstation des Heizkraftwerks mit vier neuen, drehzahlgeregelten Fernheizpumpen ertüchtigt.

Als Teilvoraussetzung zur weiteren Erschließung des Berliner Nordens wurde im Fernwärmenetz Moabit-Süd der Zweirichtungsverkehr umgesetzt. Zugleich wurde die südliche Fernwärmeanbindung an das Heizkraftwerk Moabit mit Durchflussmessstellen ausgerüstet. Die Instrumentierung mit den eingriffsfreuen Clamp-On-Ultraschallsystemen FLUXUS von FLEXIM erweist sich als ideale Lösung, technisch ebenso wie ökonomisch:
Angesichts der kapitalen Nennweiten sind die Clamp-On-Systeme erheblich kostengünstiger als benetzte Messeinrichtungen – zunächst in der Anschaffung, erst recht aber beim Installationsaufwand. Weil die Rohrleitungen nicht geöffnet werden müssen, ist die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet. Die Ultraschallsensoren sind keinem Verschleiß durch das im Rohr fließende Medium ausgesetzt und funktionieren messprinzipbedingt völlig bidirektional.

Durch die Trassenverstärkung wurde eine wesentliche Erhöhung der Fernwärme-Durchsetzungsleistung erreicht, die dank der mit FLUXUS instrumentierten Durchflussmessstellen jederzeit quantitativ messbar und qualitativ bewertbar ist. Zugleich wurden damit auch wichtige Grundlagen für den geplanten Neubau eines Heißwassererzeugers auf dem Kraftwerksgelände geschaffen.

Vorteile

  • Optimale Pumpenregelung durch zuverlässige eingriffsfreie Durchflussmessung
  • Hoher Kostenvorteil gegenüber inline Durchflussmessern (z.B. MID)
  • Minimaler Installationsaufwand - praktisch verschleißfreie Messung
  • Keinerlei Beeinträchtigung der Versorgung, weder zur Installation noch zu ggf. späteren Wartungen oder Modifikationen an der Messeinrichtung
  • Gleiche hohe Messgenauigkeit und extreme Dynamik in beiden Durchflussrichtungen (bidirektional)