Unverbindliche Testmessung bei Ihnen vor Ort

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Bitte beschreiben Sie kurz Ihre Messaufgabe! Über zusätzliche Anmerkungen und die Nennung eines bevorzugten Zeitraums für die Testmessung freuen wir uns:

Zwang zur Fuge

Tönerne Fantasiegestalten und Fabelwesen sitzen gemeinsam in einem Boot steuern voller Enthusiasmus zu neuen Ufern, Harlekin und Narr tanzen wachsam heiter Rücken an Rücken, Fische, Vögel und Säugetiere erobern sich neue Lebensräume. Die handlichen Objekte verschmelzen als Kombinationsplastiken zu einer „Poesie des Details“ einem „Lied des Raben“ oder dem „Letzten Gericht“ und lenken den Blick auf kraftvolle Farblandschaften. Die Wandmotive bestehen aus vielen in Struktur und Farbverlauf einmaligen Elementen mit glänzenden und matt schimmernden Oberflächen. Doch wie aus einem Guss fügen sich die organischen Linien und Flächen in strahlendem Gelb, pulsierendem Rot, majestätischem Blau und klarem Weiß zu Szenen und Gestalten, die aus der Fläche herauszuquellen scheinen, nur eben begrenzt von glänzendem Schwarz.

Wie vielfältig die Verbindung zwischen Ton und Feuer gestaltet werden kann, zeigt die FLEXIM Galerie seit dem 21. April mit einer kleinen Auswahl der Entwurfsgrafiken, Skulpturen und Wandkeramiken des Künstlers und Baukeramikers Bernd Tholl. Er berichtet in seinen Arbeiten über das seit Jahrtausenden in seiner Farbkraft unvergängliche und in fast allen Hochkulturen und Stilepochen bekannte Handwerk und seine künstlerische Tradition. In Bernd Tholls Werken finden sich Elemente archaischer Figuren, antiker Stiftmosaike, das Blau der Tempelfliesen des Pergamonaltars,  Einflüsse  der italienischen Renaissance, der norddeutschen Backsteingotik, des Jugendstils oder der Moderne.  Ganze Bilderwände  entstehen in Fayencemalerei, zeigen die unendliche Farbvielfalt der Glasuren, ihre einzigartigen Reaktionen bei über tausend Grad Hitze und deren Einfluss auf die Struktur der Oberfläche.

Bernd Tholl studiert nach Abschluss einer Lehre zum Baukeramiker an der Kunsthochschule Berlin Weißensee das Fach Keramik. Seit Anfang der siebziger Jahre ist er als freischaffender Künstler mit eigener Werkstatt tätig und gab an den Kunstakademien in Berlin und Heiligendamm sein Wissen als Hochschullehrer für künstlerische Werkstattlehre im Bereich Keramik weiter. Ungezählt bleiben seine Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Seine repräsentativen Reliefarbeiten, imposanten Freiplastiken und Brunnen, figürlichen und dekorativen Fußboden- und Wandbilder finden sich an etlichen öffentlichen Gebäuden.

Ein klares Bild vom Ergebnis durchzieht den mehrwöchigen Schaffensprozess von der Blaupause bis zum mehrfach gebrannten Scherben. Der feuchte Ton führt ein Eigenleben, weitet sich mit den eingestempelten und eingeritzten Skizzen des Künstlers, die verdrängte Masse schafft eine spannungsvolle Beziehung, dann wieder zieht sich das Material im Brennofen zusammen und wandelt seine Struktur. Die aufgetragenen Farbglasuren bewegen sich im Feuer, Linien und Flächen stoßen zusammen, verschmelzen miteinander, wölben sich vor und drängen übereinander, so dass bei den erkalteten Arbeiten noch Blasen zu brodeln und Konturen zu fließen  scheinen.

Lebendig und beweglich wie das Ursprungsmaterial wirken auch die Motive Bernd Tholls: beinahe lebensgroße Figuren trainierender Zirkusartisten am Strand der „Cote d´Azur“ in kräftigen Farben, in zarten Pastelltönen spielt  „Die kleine weiße Stute“ mit Fantasiegestalten, amöbenhafte Figuren schweben um einen schalkhaften Faun. Auf schwarz gebranntem rotem Scherben begegnen sich zwei weiß umrissene Fabelwesen, gefüllt mit sanftem Türkis, transparentem Blau und Orange. Bei der Skulptur „Rohrprobleme“ zwängt sich ein gehörntes Wesen durch ein gewundenes Rohr und charakterisiert Bernd Tholls Verbindung von Handwerkskunst und schelmischem Ideenreichtum.

 

Text: Sigrid Fontana

Bernd Tholl Dipl.-Baukeramiker, Keramik Design – Plastik