FLEXIM unterstützt Ausstellung der Berlinischen Galerie

11.10.2012

Noch bis zum 28. Januar 2013 wird in der Berlinischen Galerie die Ausstellung «Geschlossene Gesellschaft. Künstlerische Fotografie in der DDR 1949 – 1989» zu sehen sein. FLEXIM hat die Ausstellung mit einem Sponsoring unterstützt und insbesondere das Erscheinen des umfangreichen Katalogs ermöglicht.

FLEXIM versteht diese Unterstützung als Ausdruck der gelebten gesellschaftlichen Verantwortung, nicht nur Werte zum Wohle Einzelner zu schaffen, sondern mit der Allgemeinheit zu teilen. Dass FLEXIM eine Ausstellung unterstützt, die auf vier Jahrzehnte künstlerischer Fotografie in der DDR zurückblickt, darf als Ausdruck biographischer Verbundenheit verstanden werden: Die Firmengründer, die im April 1990, nach der ersten freien Volkskammerwahl und ein halbes Jahr vor der Wiedervereinigung, einen Gewerberaum für ihr eben gegründetes Unternehmen suchten, erinnern sich gut an die besonderen Umstände, in einer „geschlossenen Gesellschaft“ Neues auszuprobieren und zu schaffen.

 

Geschlossene Gesellschaft. Künstlerische Fotografie in der DDR 1949 – 1989

"Die Einmaligkeit dieser Ausstellung besteht darin, zum ersten Mal, und mit einem Abstand von fast 25 Jahren, einen Blick auf die Entwicklung der künstlerischen Fotografie in der DDR zu werfen. Es geht in dieser Ausstellung nicht um die angewandte Fotografie, also nicht um die journalistische, die Mode-, Wissenschafts- oder Werbefotografie. Gezeigt werden Fotografien aus vier Jahrzehnten, die im Selbstauftrag mit subjektivem Ausdruck inneres Erleben zum Ausdruck bringen. Die Kuratoren Ulrich Domröse (Berlinische Galerie), T.O. Immisch (Stiftung Moritzburg Halle), Gabriele Muschter (Berlin) und Uwe Warnke (Berlin) haben in anderthalb Jahren intensiver Arbeit eine Auswahl von 34 Fotografinnen und Fotografen für diese viermonatige Bilderschau getroffen. Die Frage, die sie sich stellten, war, welche Leistung hat der Fotograf für die Entwicklung des Mediums in seiner Arbeit und in seiner Zeit geleistet. Des Weiteren haben sie sich für die Möglichkeit entschieden, von jedem beteiligten Fotograf/Fotografin eine Bildserie von bis zu zehn Fotografien auszustellen. So sind Entwicklungen in vier Jahrzehnten nun tatsächlich ablesbar. In der Ausstellung sind auf diese Weise insgesamt ca. 240 Fotografien zu sehen.
Die Ausstellung beginnt mit einem Prolog, der die Situation nach 1945 an zwei Beispielen dokumentiert. In den drei folgenden Kapiteln 1. Realität, Engagement, Kritik, 2. Montage, Experiment, Form und 3. Medium, Subjekt, Reflexion wird anhand von  Fotoarbeiten von weiteren beispielgebenden 32 Fotografinnen und Fotografen die Entwicklung des Mediums Fotografie aufgezeigt.
Durch zwei raumfüllenden Installationen aus den 1980-er Jahren ist es erlebbar, wie Fotografen der zweidimensionalen Fotografie eine weitere Dimension hinzufügten. In sechs Vitrinen sind selten gezeigte illegal produzierte Kunstmappen und Künstlerzeitschriften, die sich insbesondere der jungen, neuen Fotografie widmeten, zu sehen. Ausgewählte Dokumentarfilme laufen täglich in einer Videolounge.
Das internationale, kunstinteressierte Publikum im Osten wie im Westen wird in dieser Ausstellung auf Entdeckungsreise gehen können. Dazu trägt auch die aufwändige Ausstellungsarchitektur bei, die Räume geschaffen hat, die fotografischen Kunstwerke angemessen zu inszenieren."

Text: Uwe Warnke, Co-Kurator der Ausstellung

www.berlinischegalerie.de

Es erscheint ein 360-seitiger Katalog.
05.10.2012 bis 28.01.2013 Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124 – 128, 10969 Berlin

Photo: Jens Rötsch, Pfingsttreffen der FDJPhoto: Matthias Hoch, Halle Saale Photo: Ursula Arnold, Edisonstraße Photo: Christian Borchert, Familie