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Barbara Putbrese - Zwischenblick

18.02.2015

Klare weiche Linien gehen ineinander über und formen sich vor der Weite des Horizonts zu einer Silhouette aus Giebelwänden, Schornsteinen und Dächern. Menschenleere Straßenzüge, lückenhaft gesäumt von bewohnt wirkenden Häusern, deren Brandwände in einer faszinierend changierenden Vielfalt von Grautönen von  Bomben, Abriss und Neubeginn erzählen. Lichtreflexe in Gelb, Grün, Blau und Rotbraun geben den Gebäuden ein Gesicht, erfassen die Leere dazwischen und füllen sie mit Leben. Die Motive verschmelzen mit der Umgebung und spiegeln wertfrei ihren Charakter, ob mehrstöckig bebaute Berliner Straßenschlucht oder ein von Zypressen gesäumter Weg in der Toskana. Der ruhende Blick erfasst ihre einzigartige Stimmung, wagt sich in die Tiefe und Stille dahinter und bringt ihre Wesenheit hervor.
Ungewöhnlichen Ansichten der Stadt Berlin, bemerkenswerte Reiseimpressionen und ausgewählte Akte der Künstlerin Barbara Putbrese stehen im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung in der FLEXIM-Galerie. Entstanden zwischen 1984 und 2014, laden ihre Monotypien und Aquarelle seit dem 29. Januar ein, einen Moment innezuhalten und den Blick zu entspannen, um die feinen Lichtspiele der Farben und die lebendige Fülle der Motive zu erfassen.
Barbara Putbrese ist, nach einer Lehre zur Schriftsetzerin und dem Studium der Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Dresden, seit 1977 als freiberufliche Künstlerin tätig. Sie leitet und organisiert von 1990 bis 1999 den Wettbewerb der KünstlerInnen Initiative: KUNST STATT WERBUNG für den U-Bahnhof der Linie 2 am Alexanderplatz. Bis heute dokumentieren zahllose Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen im In- und Ausland ihre Auseinandersetzung mit den Phänomenen der Großstadtumgebung, von Natur- und Körperlandschaften.   
Einige ihrer Aquarelle erfassen das Wesentliche wie mit wenigen Pinselstrichen hingezaubert, und prägen ihren Charakter. Ein Ehepaar schaut aus dem Fenster und hat alle Zeit der Welt das Geschehen auf der Straße zu beobachten, ein anderes Paar sitzt sich nackt gegenüber und ihr Gesprächsthema schwebt wie eine dritte Person im Raum, ein Tänzer verharrt in einer energiegeladenen Pose. Ob Körper, Architektur oder Naturlandschaft: Die Umgebung bestimmt ihre Farbwahl mit sattem Umbrabraun, ins Orange spielendem Ocker, zartem Gelb, schimmerndem Grün, gedämpftem Blau und durchscheinendem Aubergine. Barbara Putbrese schafft mit ihren weich verlaufenden Pastelltönen aquarellierte Momentaufnahmen, fängt die transparenten Farben der Morgendämmerung oder  überbelichtenden Mittagssonne ein, setzt mit matt pudrigen Akzenten eine Abendstimmung in der sich rot zu blau wandelt.
Kräftig samtige Ölfarben, klare Konturen und die dynamische Struktur des Drucks verleihen ihren Monotypien räumliche Tiefe.  „Felsen am Mittelmeer“ könnte überall dort sein, wo unter grauem Himmel eine aufgewühlte dunkelblaugrüne Brandung an rotbraune Klippen schlägt, „Himmel im Karree“ lenkt das Auge auf stürmisch kraftvolle Lichtspiele über einer Dächerlandschaft, „Gormannstraße“ erzählt von Vergangenheit und Zukunft. Barbara Putbrese verbildlicht das Wesen des allgemein Sichtbaren, das nicht nach örtlicher Zuordnung verlangt, sondern einen konzentrierten Blick erfordert, der nichts fokussiert und so das gesamte Sichtfeld umfasst. Sie blickt wertfrei hinter die Oberfläche der äußeren Erscheinungsform, nimmt die Einzelheiten wahr ohne sie hervorzuheben und  fängt in ihren Arbeiten den lebendigen Charakter des Moments ein.

Text: Sigrid Fontana

 

Dächerdreieck Felsen am Mittelmeer Schornstein und Grün